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Website-Wartungsvertrag: Was er enthalten sollte (und was nicht)

11. Juli 20267 Min. Lesezeit

Nach dem Website-Launch kommt die Frage: Brauche ich einen Wartungsvertrag? Die Antwort hängt davon ab, was die Agentur darunter versteht — und was Sie tatsächlich brauchen.

Was typischerweise als „Wartung" verkauft wird

Viele Agenturen verkaufen monatliche Wartungspakete, die klingen wie:

  • „Sicherheitsupdates und Plugin-Patches"
  • „Hosting-Management"
  • „Monatliche Performance-Überprüfung"
  • „Inhaltsaktualisierungen bis zu X Stunden"

Das klingt gut. Was bedeutet es in der Praxis?

Sicherheitsupdates: Wenn Sie auf einer verwalteten Plattform (Vercel, Netlify) mit einem modernen Framework sind, passiert das meistens automatisch oder braucht minimale manuelle Arbeit. Für eine WordPress-Site mit Plugins ist es legitimer Aufwand.

Hosting-Management: Wenn Ihre Site auf Vercel oder ähnlichem liegt, gibt es wenig zu managen. Der Wert dieses Punktes hängt stark von Ihrer Infrastruktur ab.

Performance-Überprüfung: Eine monatliche PageSpeed-Prüfung, die niemand liest, ist kein Wert. Quartalsweise Überprüfung mit konkreten Empfehlungen ist ein Wert.

Inhaltsaktualisierungen: Das ist oft der einzige Teil, der echten Wert für Sie hat.

Was nach einem Modernen Website-Launch tatsächlich benötigt wird

Bug-Fixes: In den ersten 30–60 Tagen nach dem Launch tauchen manchmal Probleme auf — Browser-Kompatibilität, Edge Cases in Formularen, Fehler auf bestimmten Gerätegrößen. Das ist normaler Teil des Launch-Prozesses und sollte in jedem Projekt-Budget enthalten sein, nicht extra verrechnet.

Content-Updates: Teamseiten ändern sich, Produkt-Beschreibungen ändern sich, Blog-Posts kommen hinzu. Das ist der häufigste ongoing Need.

Kleine Feature-Ergänzungen: Ein neues Formular, eine neue Landing Page, eine neue Sektion. Das ist projektbasierter Aufwand, kein Wartungsaufwand.

Dependency-Updates: Frameworks und Libraries werden aktualisiert. Das ist real für Sicherheit relevant. Bei modernen Node.js-Projekten: typischerweise 2–4 Stunden quartalsweise, nicht monatlich.

Analytics-Überprüfung: Quartalsweise Überprüfung der Traffic-Daten, Konversionsraten und SEO-Performance. Für die meisten Startups wertvoller als monatliche Reports.

Wann ein Wartungsvertrag Sinn macht

WordPress mit vielen Plugins. Hier ist ongoing Wartung legitim. Plugin-Konflikte, Sicherheitslücken, Backup-Management — das braucht regelmäßige Aufmerksamkeit.

E-Commerce-Sites. Produktaktualisierungen, Inventar-Management, Preis-Updates, Zahlungsgateway-Änderungen — das ist genuiner ongoing Aufwand.

Sites mit viel Dynamic Content. Wenn Ihre Site stark von Daten-Feeds, API-Integrationen oder CMS-Inhalten abhängt, gibt es mehr ongoing Aufmerksamkeit nötig.

Wenn Sie kein internes Tech-Team haben. Wenn niemand intern versteht, was auf der Site passiert, ist ein Wartungsvertrag eine Versicherung.

Wann ein Wartungsvertrag unnötig ist

Moderne statische Site auf Vercel oder Netlify. Kaum Infrastruktur-Wartung nötig. Dependency-Updates können selbst oder projektbasiert gemacht werden.

Wenn Sie ein CMS haben, das Self-Service ermöglicht. Wenn Content-Updates über Contentful, Sanity oder ähnliche Tools gemacht werden können, brauchen Sie keine Agentur dafür.

Wenn Ihre Site stabil und selten geändert wird. Manche Marketing-Sites ändern sich kaum nach dem Launch. Monatliche Wartungsgebühren für eine unveränderliche Site sind reine Marge für die Agentur.

Was ein fairer Wartungsvertrag enthält

Wenn Sie einen Wartungsvertrag abschließen, sollte er folgendes spezifizieren:

Exakte Leistungen: Nicht „Sicherheitsupdates", sondern welche Updates, wie häufig, mit welchem Protokoll.

Response-Zeit für Bugs: Was ist die garantierte Antwortzeit, wenn etwas kaputt ist? 24h, 48h, sofort für kritische Issues?

Stundenbudget für Änderungen: Wie viele Stunden inkludierter Änderungsarbeit pro Monat? Was passiert wenn mehr gebraucht wird?

Reporting: Was bekommen Sie monatlich oder quartalsweise als Report?

Kündigungsbedingungen: Wie lange ist die Laufzeit, was ist die Kündigungsfrist?

Die Alternative: Stundensatz on-demand

Für viele Startups ist ein Wartungsvertrag nicht die beste Lösung. Besser: Ein vereinbarter Stundensatz für ad-hoc Anfragen. Sie zahlen nur, wenn Sie Änderungen brauchen. Keine Monatsgebühr für Monate, in denen nichts geändert wird.

Das erfordert einen Entwickler, dem Sie vertrauen und der für ad-hoc Arbeit verfügbar ist — aber es ist günstiger und transparenter als pauschale Wartungsverträge.


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